Montag, 9. September 2013

Franchise Nehmer und Steuerberater

Franchise Nehmer und Steuerberater


Beim Franchising erwirbt der Franchisenehmer vom Franchisegeber vielfältige Nutzungs- und Verkaufsrechte. Mit dem Franchising beginnt für den Existenzgründer eine neue wirtschaftliche Zukunft. Er hat sich zu einer hohen Einmalinvestition entschieden, mit der er die Vertragsrechte aus dem Franchising erwirbt. Andererseits muss er sein eigenes Unternehmen ausstatten, einrichten und buchstäblich zum Laufen bringen. Der Franchisenehmer ist mit seiner Existenzgründung sowohl gedanklich als auch praktisch rund um die Uhr beschäftigt. In dieser Situation der Unternehmensgründung werden Weichen für die Zukunft gestellt. Unter anderem geht es darum zu entscheiden, welche Zuständigkeiten, Aufgaben und Verantwortungen an externe Dienstleister vergeben können, sollen oder gar müssen. Zu denen gehört auch die Steuerberatung.

Der Steuerberater ist ein Fachmann in betriebswirtschaftlichen sowie in steuerlichen Fragen. Mit der Gewerbeanmeldung entsteht für den Existenzgründer eine Steuerpflicht. Das örtlich zuständige Betriebsfinanzamt führt ihn ab jetzt als einen Unternehmer. Als solcher wird er steuerlich erfasst und muss zukünftig die damit verbundenen Steuererklärungen abgeben. Voraussetzung dafür ist eine ordnungsgemäße und aktuelle Buchhaltung. Wenn das Unternehmen eine Kapitalgesellschaft ist, dann wird zunächst eine Eröffnungsbilanz aufgestellt. Der Jungunternehmer tut gut daran, von Anfang an einen Steuerberater mit der Buchführung, der Gehälterabrechnung sowie mit den Steuererklärungen zu beauftragen. Er selbst reduziert dadurch seinen eigenen Buchhaltungsaufwand auf ein Minimum. Die Belege wie Eingangs- und Ausgangsrechnungen werden gesammelt, datenmäßig geordnet und im Monatsrhythmus an den Steuerberater weitergereicht. Der erledigt im wahrsten Sinne des Wortes alles Weitere, bis hin zu den monatlichen oder vierteljährlichen Umsatzsteuererklärungen.

Heutzutage eignet sich besonders die Steuerberatung für eine ortsunabhängige und bundesweite Mandantenbetreuung. Alle Buchhaltungsbelege lassen sich scannen und als Datei übermitteln, bis hin zu den Kontoauszügen für das Firmenkonto. Bei einem Franchising arbeiten die Franchisenehmer weitgehend nach den Vorgaben des Franchisegebers. Vor diesem Hintergrund ist es sowohl möglich als auch wirtschaftlich sinnvoll, wenn der Steuerberater mehrere Franchisenehmer desselben Franchisegebers als seine Mandanten betreut. Die Struktur in der Buchhaltung ist bei allen dieselbe, ebenso wie der Kontenplan in Einnahme und Ausgabe. Viele Arbeitsvorgänge lassen sich einheitlich schematisieren. Das reduziert die Manpower sowie den zeitlichen Arbeitseinsatz beim Steuerberater. Die dadurch eingesparten Kosten kommen allen Franchisenehmern als seinen Mandanten zugute. Für sie wird durch die Konzentration auf einen, auf ihren Steuerberater die Buchhaltung preisgünstiger. Im täglichen Arbeitsablauf ergibt sich automatisch auch ein Kontakt des Steuerberaters hin zum Franchisegeber. Damit ist dann der Kreis zwischen allen Beteiligten und Betroffenen geschlossen.

Das Tüpfelchen auf dem i ist letztendlich eine Steuerberatung von Franchisegeber und seinen Franchisenehmern. Digitale Buchhaltung sowie elektronische Kommunikation ermöglichen hier ein reibungsloses Miteinander. Der Steuerberater wird im Laufe der Zeit zu einer wichtigen Schaltstelle für die buchhalterische und steuerliche Abwicklung aller Geschäftsvorfälle, die beide Vertragsseiten betreffen. Ein jährliches Testat desselben Steuerberaters für alle Franchisenehmer kann durchaus vertrauensfördernd wirken, wenngleich sie aufgrund ihres Geschäftssitzes unterschiedlichen Finanzämtern zugeordnet sind. Bei Rückfragen können sie auf ein und denselben Steuerberater verweisen. Der ist aufgrund seines komplexen Wissens für alle ein kompetenter Ansprechpartner. Dabei reicht es aus, sich einmal jährlich, beispielsweise anlässlich der Bilanzerstellung, persönlich zu treffen. Der Alltag lässt sich mit den heutigen technischen Möglichkeiten leicht und reibungslos bewältigen, bis hin zu regelmäßigen Skype-Konferenzen.

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